Wasserkraft und Energie

Posted by admin at 4 October 2010

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Bohrt doch mal ein Loch ein paar Kilometer tief in die Erde und schon habt ihr eine Energiequelle bis zum Sanktnimmerleinstag (Erdwärme) – warum wird in diese Richtung nicht geforscht??? Diese Lösung wäre Umweltfreundlich und nach Entwicklung der Technologie und dem Bau der Kraftwerke fast ohne laufende Kosten. Wobei warscheinlich im letzteren der Grund steckt warum daran nicht geforscht wird – welche Firma ist schon daran interessiert etwas zu bauen, das keine sündteuren Folgekosten für den Käufer und damit Einnahmen für die Firma in der Zukunft produziert?!?! Das heise Wasser aus dieser Tiefe ist normal ziemlich salzhaltig (kommt aus dem Gestein) und folglich sehr korrosiv. Das hat schon mal signifikante Betriebskosten zur Folge. Was den Umweltschutz betrifft so werden mit dem Wasser aus dieser Tiefe auch radioaktive Stoffe (gelöst) mit nach oben gebracht. Man muss daher sehr darauf achten dass ein Erdwärmekraftwerk nicht zu viele radiaktive Stoffe in die Umwelt abgibt (z.b. Radon). So habe ich davon gehört, dass ein Erdwärmekraftwerk auf Island ein wesentlicher Emittent von radioaktiven Stoffen in die Atmosphäre ist. Insofern sind da für den Umweltschutz diesbezügliche Gegenmaßnahmen notwendig. So einfach ist es halt leider doch nicht mit den Umweltschutz. Auch recht merkwürdig finde ich, daß keine Wasserkraftwerke mehr gebaut werden – hier bei mir im Ort gibt’s nen kleinen Fluss, der an einer Stelle genug Höhenunterschied hat, aber die Planungen sind schnell wieder eingestellt worden. Eben wieder dasselbe Problem – so ein Wasserkraftwerk hält gut und Gerne mal 50 bis 100 Jahre Nun das dürfte auch an den Umweltauflagen und den Widerständen von Umwelt- schützern liegen. So ein Wasserkraftwerk verändert den bisherigen Flußlauf (schützenswertes Biotop), zusätzlich werden Fischwanderungen blockiert (man braucht deshalb dann Fischtreppen – was ich für durchaus angebracht halte). Das schlimme dürften aber nicht einige Umweltauflagen an sich sein, sondern sehr langwierige Genehmigungsverfahren + potentiell große Widerstände in der Öffentlichkeit. Das erhöht die Baukosten wesentlich (manchmal wird auch der Bau total verhindert durch Auflagen und Verbote) so dass die Betriebsgewinne die Kapitalkosten nicht mehr decken. Nach meiner Kenntnis ist es durchaus interessant ein (kleines) Wasserkraftwerk zu errichten wenn bereits entsprechende Nutzungsrechte vorhanden sind (alte Mühle oder ähnliches), aber die Errichtung einer völlig neuen Anlage meist kaum durchsetzbar. Meines wissens wurde in Schweden auch der Bau von Wasserkraftwerken aus Umweltschutzgründen blockiert, die man eigentlich als Alternative zu Kernkraftwerken geplant hatte. Übrigens, für energiekonzerne gibt es nichts interessanteres als ein Kraftwerk das lange hält und kaum Betriebskosten hat, sofern sich die Baukosten im Rahmen halten. Denn soetwas würde über lange Zeit Gewinne liefern. Man verdient sehr gut an einem Wasserkraftwerk sofern die Bau- + Kapitalkosten abgeschrieben sind und das Kraftwerk dann immer noch über lange Zeit Strom liefert bei geringen Betriebskosten. Soetwas baut ein Energiekozern gerne – sofern die Baukosten (incl. Genehmigung, Auflagen und Untersagungsrisiko) nicht zu hoch sind. Und da dürfte folglich eben das Problem liegen.

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